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Dagys Reisebilder



Island

Nord und Süd
Juni / Juli 2017


Von Nord nach Süd
über die Kjölur

Hveravellir


F756 - Kjölur F35 - Hveravellir

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Von Nord nach Süd
F756

Kjölur F35
Hveravellir

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Wie schnell doch 14 Tage vergehen.
Mit etwas Bedauern verlassen wir den Norden, haben wir doch sehr schöne besinnliche Momente erlebt. Wir scheiden mit dem Wissen, dass es immer noch unendlich viele Dinge zu erleben gäbe.

Die Vorfreude auf den Süden Islands herrscht heute aber vor. Auch dort werden wir uns in den nächsten zwei Wochen wieder auf ein kleineres Gebiet beschränken. Kaum zu glauben, was es auch auf der 5. Reise noch alles zu entdecken gibt.

Nachdem wir uns in Akureyri noch mit Lebensmitteln für die nächste Woche eingedeckt haben kann es los gehen. Tanken nicht vergessen, bevor es ins Hochland geht. Wir tun dies noch mal in Varmahlíð.

Wir sind überglücklich, dass die 35 geöffnet ist. Und somit können wir planmäßig die Route quer durch Island über die Kjölur fahren. Auch wenn das F vor der 35 entfernt wurde. Die Strecke bleibt eine Hochlandpiste und ist für Miet-PKW in der Regel nicht erlaubt.

Nicht ganz so erfreut sind wir über das Wetter, aber wenn wir unseren Zeitplan einhalten kommen wir in Hveravellir an, wenn die Wolkendecke aufreißt.

Da wir die Straße 731 schon ein Stück weit gefahren sind, wir schließlich einen Geländewagen haben, entschließen wir uns kurzfristig über die F756 zu fahren. Beim Stausee "Blöndulón" stoßen wir dann auf die Kjölur.


F576 HochlandpisteF756

Kurz vor Varmahlíð biegen wir ab auf die 752 gen Süden bis wir die F756 erreichen.
Hinter Steinstaðabyggð geht es rechts den Berg hinauf und bei der nächsten
nennenswerten Brücke links ab ins Mælifellsdalur.

Die einspurige furtfreie Piste durch die Berge ist angenehm zu fahren und auch
landschaftlich nicht ohne Reiz.
SchafeAn einer Parkbucht machen sich drei besoffen aussehende Schafe an den Reifen eines Fahrzeugs zu schaffen. Nur mit Mühe kommt T.-Bär auf der Fahrerseite aus dem Auto.
Ich finde, die sehen immer noch heigh aus und warten darauf, das wir endlich
abhauen und ihnen die Reifen überlassen.




Man kann auf Gipfel des Berges Mælifellsnhjukur wandern, was auch das verlassene Auto erklärt.
Landschaft an der F756
Landschaft
Schwäne
Wir treffen nicht nur auf Schafe sondern auch auf eine Herde weißer Singschwäne. Ein Zeichen das stilles Wasser, wie zum Beispiel ein See, nicht mehr allzu weit entfernt ist.
Landschaft an der Hochlandpiste
Ganz plötzlich erhalten wir einen freien Blick über das gesamte vor uns liegende Hochland
und den Hofsjökull, den drittgrößten Gletscher Islands.
Blick von der F756
Landschaft an der F756
Braune karge Landschaft
und grüne moosbewachsene Heide bilden einen
interessanten Kontrast.
See Aðalmannsvatn
Wir passieren den
Aðalmannsvatn.
Wir haben die Staumauer des Blöndulón erreicht. Hier müssen wir noch rüber. Dann haben wir die F35 erreicht.
Stausee Blöndulón
Kjölur - F35

Diese Hochlandroute diente den Menschen schon um 18hundert als Reitweg, der den Süden mit dem Norden verband. Der damalige Kjalvegur verlief streckenweise aber etwas weiter westlich.
Nachdem 1780 fünf Männer beim Schafabtrieb in einem Schneesturm erfroren, geriet der Weg in Vergessenheit. Man glaubte an einen Fluch. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Strecke neu markiert.
Der alte Kjalvegur wird immer noch benutzt von Reitern und von Mehrtages-Wanderern.

Heute erfreuen sich Isländer und Touristen gleichermaßen über die Allradpiste. Nicht nur als Abkürzung durch das Hochland. Denn neben der Kargheit des Hochlands, begeistert die Fahrt zwischen den Gletschern Hofsjökull und Langjökull. Gleich zwei atemberaubende Naturschutzgebiete liegen zur Linken und Rechten der Kjölur. Hveravellir und Kerlingarfjöll.


Wir sind hier am Aussichtspunkt Áfangafell. Hinter mir auf dem Hügel befindet sich eine Windrose und die Aussicht über den Stausee "Blöndulón" und das weite Land sollte man nicht verpassen.
Aussichtspunkt mit Blick auf den Stausee
Kjölur _ F35
Schutzhütte
Bei der Schutzhütte Arnarbæli
gönnen wir uns eine
Zigarettenpause und nehmen die Bank in Beschlag für einen ausgiebigen Blick auf den Hofsjökull.
Gletscher Hofsjökull

Landschaft Immer mit dem Blick auf den Hofsjökull geht es nun durch eine Geröllwüste.

Bald darauf haben wir den Abzweig F735 zum Geothermalgebiet Hveravellir erreicht.
Dort kommen wir wie geplant an. Und wie erhofft, brechen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken.

Hveravellir

In mitten einer mondähnlichen Landschaft wirkt das Thermalgebiet wie eine grüne Oase, in der Dampf aus der Erde zischt, heiße Quellen sprudeln, Fumarolen fauchen und Schlammtöpfe blubbern. Holzstege geleiten sicher durch eine Landschaft mit farbigen Sinterterrassen und blauen Seen in die sich kochende Wasser ergießen. Einige Sinterflächen sind aber zerstört durch die Stiefel dummer Menschen, die keine Ehrfurcht besitzen vor der Natur. Auch auf die Gefahr hin, sich die Füße zu verbrühen, werden die Stege verlassen für ein Selfie oder anderen Unsinn.

In einem Badepool (Hot-Pot), in dem heißes Thermalwasser mit dem kalten Wasser eines Quellbaches zusammengeführt wird, kann man ein entspannendes warmes Bad nehmen.

Außer dem Sparziergang durch das Thermalgebiet, bietet Hveravellir auch noch andere Wandermöglichkeiten. Unter anderem über die Lavawüste zum Krater Strýtur, vorbei an der Höhle Eyvindarhellir, in der im 18. Jahrhundert der Geächtete, Fjalla-Eyvindur, jahrelang mit seiner Frau mehr als 20 Jahre gehaust hat. 3 1/2 Stunden soll die Wanderung dauern.

Heute aber genügt uns das hervorragende Schauspiel hier vollends.
Solfatare bei Hveravellir
Oberhalb des Pools
heiße Seen
heißer See mit Ablagerungen
sprudelnde heiße Quelle
Geothermalgebiet Hveravellir
Man muss die Stege nicht verlassen, um Details zu sehen und zu fotografieren.
schwefelgelbe Ablagerungen am Schlammloch heiße  Quellen
Schlammquelle kristalline Ablagrungen
schwefelgelbes Gestein Fumarole
Schlackeablagerungen und  heiße Quellen
Heiße Quelle
heiße Quelle
Nachdem wir bei einer Tasse heißen Kaffes unsere gekochten Eier und den mitgebrachten Kartoffelsalat verzehrt haben, geht die Reise weiter.

Zurück auf der Hauptroute haben wir dann Richtung Süden fantastisches Wetter. Vor uns leuchten die schneebedeckten Gipfel der Kerlingarfjöll, die östlich der Kjölur liegen. Bald darauf haben wir auch die Abzweigung F347 erreicht. Wir fahren aber vorbei, denn Kerlingarfjöll soll uns einen eigenen ganzen Tagesausflug wert sein.
Kerlingarfjöll
Auf der anderen Seite, westlich der F35, sehen wir den Langjökull.
Mit dem heutigen Tag werden wir den Langjökull quasi umrundet haben. Mal schauen, ob wir dem Gletscher und seinen Ausläufern in diesem Urlaub näher kommen. Einige Hochlandabenteuer haben wir diesbezüglich ja noch vor uns.
Langjökull - Mondlandschaft mit Gletscher in der Ferne
Ich bin in meinem Element. Ich liebe diese Mondlandschaften, ihre unendliche Weite, die dem in die Ferne schweifenden Auge immer wieder neue Eindrücke darbieten. Es ist einfach fantastisch.
Landschaft an der F35
Bergpanorama
Langjökull Gletscher mit Gletscherzunge
Wanderhütte Árbúðir
Bei der Berg- und Wanderhütte Árbúðir lädt ein Schild zu Kaffee und Kuchen ein. Wir sind zwar pappensatt, aber die Aussicht auf eine dampfende Tasse Kaffi lässt uns dem Hinweis folgen.

Árbúðir liegt direkt am Ufer des Flusses Svartá in einer überaus idyllischen Landschaft. Wir lasen uns mit unseren Kaffeepötten auf der Terrasse nieder und von der Sonne wärmen.
Svartá Fluss
Wir sind genau richtig hier bei der Furt über die Svartá. Nach der Flussquerung befinden wir uns auf einer parallel zur Kjölur laufenden Piste, die uns zum Hvítárvatn bringen soll. Da wollten wir sowieso die Tage hin. Also warum nicht hier und jetzt. Die Gletscherzungen und Ausläufer des Langjökull reizen schon die ganz Zeit.
Langjökull
Angekommen bei der Wanderhütte Hvítárnes, wo auch der Reit- und Wanderweg Kjalvegur beginnt, sehen wir gemeine Autofahrer sofort, hier ist nichts mit Näherkommen an den See geschweige dann Gletscherzunge. Vielleicht laufend durch sumpfige Wiesen. Das erste Hindernis wäre auch gleich das Flüsschen Tjarná.
Hvítárnes Wanderhütte und Zeltplatz
Zwei weitere Zufahrten Richtung Hvítárvatn laden meinen T.-Bär nicht gerade ein, sie zu fahren.
Dank Foto-Zoom kommen wir später doch noch näher an die Gletscherzunge heran.
Gletscherzunge
Magie des Hochlandes denke ich im Stillen, als sich der Bláfell im sanften Licht präsentiert.
Tafelvulkan Bláfell
Wir fahren jetzt wieder auf den Hvítárvatn zu, ohne dem Gletschersee wirklich näher zu kommen.
Noch einmal müssen wir die Svartá queren, die hier in den See mündet. Dieses mal über ein Brücke.
Blick von der Svartá Brücke
Wir sind wieder auf der Kjölur-Piste. Direkt vor uns der Bláfell, an dessen dunkelbraunen Flanken wir gleich vorbei ziehen werden.
F35 - Bláfell

Bald darauf stehen wir nun an der Hvítá, dem Fluss der dem Hvítárvatn entspringt, im weiteren Verlauf am berühmten Gullfoss Wasserfall in eine enge Schlucht stürzt und als Ölfusá in den Atlantik mündet.

Faszinierend das Farbenspiel. Je nach Standort und Lichteinfall erscheint der Fluss zweifarbig, mal blassblau, mal blass grünlich oder gar fast matt weißgrau, wie auch der Gletscherwasser spendender See Hvítárvatn (Weißachsee). Die zwei Talgletscher Suðurjökull und der Norðurjökull sowie der vom Langjökull zufließende Fluss Fúlakvisl sorgen mit ihrem milchigen Wasser für die hellere Färbung.
Hvítá
Die Straße führt nun durch eine sandige braune Hügellandschaft, die auf mich eine ebenso faszinierende Wirkung ausübt. Leider mag mein Mann nicht mehr anhalten und so muss ich mich mit Fotos durch die Scheibe begnügen.
Hügellandschaft
sandige Hügellandschaft
Gullfoss Wasserfall
Unser letzter Halt für heute ist am Gullfoss. Lange halten wir uns hier nicht auf. Im Grunde genommen nur ein Stopp für
"alte Mädchen".
Das Mädchen ist mittlerweile auch zu faul zu laufen.
Für einen Blick auf den im Schatten liegenden Wasserfall wird es zum unteren Parkplatz gefahren.
Landschaft an der 35 nahe Gullfoss
Die Landschaft präsentiert sich im herrlichsten Abendlicht. Trotzdem, müde wie wir sind, möchten wir jetzt nur noch das Ferienhaus erreichen. Für uns geht es nur noch geradeaus Richtung Laugarvatn.
30 Minuten später beziehen wir ein supertolles Haus in einer Ferienhaussiedlung an der Straße 37.

Unseren Ausflug zu den Kerlingarfjöll zeige ich Euch auf der nächsten Seite.

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