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Island

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Juni / Juli 2017



Kerlingarfjöll


Kerlingarfjöll



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Infos und Links

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Wieder mal sitzen wir jeden Tag über der Wetterkarte, um die bestmögliche Wettersituation auszuspionieren. Für unseren Tageausflug zu einem der landschaftlich schönsten Geothermalgebiete im Hochland wünschen wir uns Sonnenschein.

Und dann ist es endlich soweit. Eines Morgens fällt der Startschuss.

SymbolDie Route wie folgt:
Über die 35, vorbei am Gullfoss, geht es über auf die Hochlandpiste,
und dann über die F347 zu den schneebedeckten Kerlingarföll.

Wir haben gerade den Gullfoss passiert, da halten wir doch noch mal an. Eine Reitergruppe formiert sich für einen Hochlandtrip. T. drängelt ein bisschen. Er hat die Befürchtung im Schritttempo hinter der Truppe herfahren zu müssen.
Reitergruppe
Kurz darauf verlassen wir die asphaltierte Straße und es geht auf der Hochland-Piste weiter. Dieses mal fahren wir die Kjölur in umgekehrter Richtung, was uns wiederum neue Eindrücke beschert.
F35 -Kjölur Landschaft
In der Ferne sehe ich einen knallgrünen See, den Hvítárvatn. Der erschien uns doch neulich in einem blassen hellblau. Wenn das kein Grund ist, an der Hvítá noch einmal anzuhalten. T. kann meine Faszination für diesem mehrfarbigen Fluss heute nicht so ganz teilen. Er möchte schnell weiter zu unserem eigentlichen Ziel. Ich kann ihn aber trotzdem überreden zu einer heißen Schokolade bei Árbúðir.
Hvítá
Hvítá an der Kjölur buntes Schild


Kerlingarfjöll in Sicht. Bis zum Abzweig ist es nicht mehr weit.
Bergpanorama Kerlingarfjöll
Auf der Straße F347 fahren wir kurvenreich direkt auf die mit Schnee bedeckten Gipfel zu.
Was für ein herrliches Bergpanorama. Und dann erwartet uns am Ende der Piste noch eine unbeschreibliche Farbenpracht.
Bergpanorama
Gletscherfluss beim WasserfallHalt am Gýgjarfoss

Das milchig weiße Wasser weist auf einen Gletscherfluss des Hofsjökull hin.
Im oberen Verlauf heißt der Fluss Jökulkvisl und mündet als Jökulfall in der Hvítá.

Die Wassermassen des
Jökulfall stürzen hier ca. 5 m in die Tiefe und vereinen sich mit von Norden kommenden klaren Quellbächen, was einen schönen Farbkontrast ergibt.

Wasserfall

Kerlingarfjöll


Die Kerlingarfjöll sind ein vulkanischer Gebirgszug. Der höchste Berggipfel, der Snækollur erreicht eine Höhe von 1.477 m.

In mitten der Berge befindet sich ein Hochtemperaturgebiet und einzigartiges Wandergebiet. Vulkanisches Gestein wie Rhyolith und Obsidian sorgen gemeinsam mit mineralischen Ablagerungen von heißen Quellen, dampfenden Bächen, Schlammtöpfen und Fumarolen für ein Farbspektakel. Schneefelder und grüne Oasen sowie immer wieder die schneebedeckten Gipfel im Blick lassen das Wandererherz höher schlagen.

Markierte und unmarkierte Wanderwege führen durch Schluchten und Täler und über ockerfarbene Hügel. Auch den Snækollur kann man bei gutem Wetter besteigen. Besonders beliebt ist der Weg ins Hveradalir (Tal der heißen Quellen). Ca. 2:30 Stunden geht man vom Camp aus. Zurück kann man über den Jeep-Track laufen (6 km) oder nimmt den gleichen Weg zurück zum Camp, um im 30 Min. entfernten Naturpool zum Abschluss noch ein Bad zu nehmen.

Nun ja, wir machen es etwas anders:
Camp
Wir fahren die Piste weiter, am Camp Askard vorbei.
Am Ende des Jeeptracks ist ein kleiner Parkplatz, von dem aus man ins das Tal der heißen Quellen gelangt.

Mir ist das ganz genehm, so bleiben Blicke in Schluchten, Täler und auf Berggipfel auch meinen Augen nicht
verborgen.
Landschaft Jeep-Piste Schlucht
Blick in Schlucht
Blick in eine Schlucht
Blick in eine Schlucht
Die Piste ist hier einspurig.
Doch es gibt Haltebuchten, wo wir aussteigen können und solch schöne Tiefblicke erhalten.

Vor uns der Snækollur

Snækollur
Die ersten Dampfwolken der heißen Quellen sind an den Berghängen zu sehen.
Landschaft
Landschaft
Dann sehen wir auch schon den Parkplatz. Bei einer Weggabelung halten wir uns rechts. Die Piste führt nämlich noch ein Stück weiter hoch zum Snækollur und dessen Wandereinstieg.
Parkplatz und Wandereinstieg zum Thermalgebiet
Mein T.-Bär stiefelt sogleich los, während ich mich hier oben umsehe.
Landschaft vom Parkplatz aus gesehen
Landschaft beim Parkplatz
Landschaft beim Parkplatz
Wandereinstieg zum Tal der heißen Quellen
Bis dort vorne gehe ich noch mit. Man sieht schon hier, dass es
streckenweise schwindelerregend
zugeht.
Tatsächlich führen die Wege
teilweise über steile Hügelgrate
und es geht links und rechts fast
senkrecht bergab. Die Wege sind teilweise rutschig auf lehmartigen Boden., es gibt aber auch Stufen.

T. überwindet seine Höhenangst und zieht von dannen. Diese Wanderung ist doch zu verlockend und das bei prächtigstem Wetter.
Blick hinunter
Landschaft
Kerlingarfjöll
Blick hinunter ins Taal der heißen Quellen
Tal der heißen Quellen
Trollgesichter im Fels
Trolle bewachen
den heißen Bach.
Im Tal derr heißen Quellen
Im Tal der heißen Quellen
Im Tal der heißen Quellen
am heißen Bach
Schlammtopf
brodelnnder Schlammtopf
Schwindelfrei sollte man wirklich sein.
unterweg auf steilen Graten
Schneeabbrüche und Trollgesicht an ockerfarbenen Hängen
Lautlos ist es dort unten nicht. Es zischt und brodelt im Wettstreit mit dem Brausen des Windes. Erstaunlich, was für eine spektakuläre Farbenpacht die vulkanischen Aktivitäten erzeugen. Es ist einfach unbeschreiblich ergreifend, als Mensch unbedeutend und winzig klein inmitten dieses Naturschauspieles zu stehen.
kunterbunte Hänge und rauchende Quellen
Mineralienablaagerungen in allen erdenklichen Farben
Schneefelder reichen fast bis zum Bach
Eine grüne Oase
LandschaftFeuer und Eis

T. verzichtet darauf hinunter zu gelangen. Fußstapfen zwar überall, aber keine erkennbaren Wege mehr. Über den, durch den getauten Schnee, schwammigen und
rutschigen Boden mag er den steilen Hang nicht gehen.

Die heißen Dämpfe
fräsen kreisrunde Löcher in
Schneefelder.
Foto
Mineralische Ablagerungen Heiße Quelle -  Mineralische Ablagerungen
Landschaft im Tal der heißen Quellen
Blick zurück ins Tal
Ein letzter Blick zurück.
Zurück am Parkplatz
Wieder am Parkplatz.

Blick Richtung Snækollur und andere Berggipfel.
Atemberaubende Ausblicke auf der Fahrt hinunter zum Camp, bei stimmungsvollen Abendlicht, verschönern den Rückweg. Wir blicken auf das Schild des Hofsjökull, und weite Landschaften tun sich vor unseren Augen auf.
Blick zum Dach des Gletschers
Schlucht an der Jeeppiste
Jeeppiste - Blick weit ins Land
Flusslandschaft mit Hofsjökull
Auf der 35 geht es dann wieder Richtung Süden, aber noch nicht nach Hause. Dieses herrliche Wetter heute muss ausgekostet werden.

Auf der F335 steuern wir auf den Hagavatn zu, dessen Wasser über einen Wasserfall abfließt. Wir werden beide nicht zu sehen bekommen. Weder den Gletschersee noch den Wasserfall.

Vorbei am Sandvatn, fahren wir direkt auf die Bergkette der Jarlhettur zu, die als schwarzgraue Silhouette vorm Langjökull schon auf der Kjölur-Piste auffällt. Die Berge wirken auch hier düster in schwarz und grün.

Die Piste hat es teilweise in sich. Anhalten ist nicht mehr. Fotos aus dem Auto sind bei der Hopserei auch nicht möglich. T. konzentriert sich nur noch auf die Kurverei. Dann endlich die Hütte des Wandervereins. Sehr viel weiter kommen wir auch nicht. Nur noch ein Stück weit an einem dieser dunklen Berge entlang. Wir ahnen zwar, dass wir den Fluss Far furten müssen, stehen aber plötzlich vor einem Wirrwarr von Flussarmen und Bächen und können nicht ausmachen, wo es weitergehen könnte. Wir drehen deshalb um.

So ganz ohne Bilder ging es dann doch nicht. Auf der Rückfahrt gelingen mir noch ein paar stimmungsvolle Fotos.
Landschaft an der F335
Am Sandvatn beschließen wir zufrieden und glücklich den heutigen Tag in wunderbarer Stille.
Sandvatn an der F335
Landschaft an der F335
Am liebsten würden wir hierbleiben. Doch wir müssen zurück in die Zivilisation zu unserem Ferienhaus.


Es werden noch einige Hochlandausflüge und Highlights folgen.
Dieser Tag wird sich aber unvergesslich in unserer Erinnerung festsetzen.

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