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Island

Nord und Süd
Juni / Juli 2017

Gjáin Schlucht
Ţjórsádalur
Pjóđveldisbćr


Flúđir - Ţjórsádalur - Gjáin Schlucht - Pjóđveldisbćr





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Infos und Links

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Es ist ein Samstag und wir merken sofort am Verkehr, das es eine dumme Idee war, über Geysir zu fahren. Dort angekommen, müssen wir zwangsweise stoppen. Eine Ameisenstraße führt vom Parkplatz über die Straße bis zum Strokkur und durch das ganze Heißquellen-Gebiet. Während wir auf eine Lücke in der Menschenschlange warten, schießt der Strokkur seine Wasser-Fontaine in die Höhe.

Wir schauen, dass wir weiterkommen, erstmal bis Flúđir.
Geheim ist die Secret Lagoon schon lange nicht mehr. Die Isländer nennen das Schwimmbad Gamla-Laugin. Es soll das älteste Bad Islands sein, wurde allerdings neu hergerichtet, mit neuen Umkleidekabinen sowie einer Bar. Günstig finden wir den Eintritt auch hier nicht, aber gerechtfertigt, wenn man bedenkt, wie manche sogenannte Naturpools ohne Service hinterlassen werden.

Das Bad liegt mitten in einem Geothermalgebiet und auf einem Rundweg können wir auf Stegen an den kochend heißen Quellen entlangspazieren. Wir entscheiden uns deshalb für diese kostenlose Variante. Das Herumsitzen in heißen Pools raubt uns nur Zeit für Islands andere Naturschönheiten.
Secret Lagoon
Secret Lagoon Secret Lagoon
Secret Lagoon
Wir nehmen uns aber die Zeit, etwas Warmes in den Bauch zu bekommen. Und kehren ein für eine Tagessuppe und Salat im Kaffee/Restaurant des Gästehauses "Kafihus Grund". Offensichtlich sehr beliebt, denn es ist sehr voll, weshalb wir uns auch hier für die abgespeckte Essensvariante entscheiden, anstatt für ein Menü.


Nun aber weiter in die faszinierende Natur, die das Tal Ţjórsádalur zu bieten hat. Dieses Jahr lockt uns die Schlucht Gjáin dort hin und das Gehöft Pjóđveldisbćr.

Hier befinden wir uns schon auf der Straße 32 und folgen dem Fluss Ţjórsá, der am Gletscher Hofsjökull entspringt und auf seinem 230 km langen Weg das Wasser mehrerer Flüsse aufnimmt, bevor er als mächtigster und längster Fluss Islands im Meer mündet.
Am Fluss Ţjórsá
Man kann noch immer auf der alten Straße fahren. Wir sehen den Felsvorsprung Gaukshöfđi schon von weitem und nehmen diesen kurzem aber steilen Abstecher für einen feinen Blick über die Flusslandschaft im Ţjórsádalur. Vom Parkplatz aus kann, wer mag, noch auf die Klippen steigen für noch mehr und schwindelerregenden Ausblick.
Flusslandschaft im Ţjórsádalur

SymbolDer direkte Weg nach Stöng und Gjáin wäre die Straße 327. Aber für diese soll neuerdings ebenfalls 4 x 4 vonnöten sein.
Wir haben uns stattdessen Bergpisten ausgesucht, über die wir Stöng von oben aus erreichen.

Es ist schon seltsam, das die Piste, die uns zu den Rhyolitbergen Rauđukambar bringen soll, dermaßen gut ausgebaut ist. Also ist an den Gerüchten wohl was dran, dass um das geschlossene einsam gelegene Schwimmbad touristische Baumaßnahmen geplant sind.
Wir wollen das Pjórsárdalslaug auf jeden Fall vorher noch sehen. Grund genug diesen Weg einzuschlagen.
Landschaft an der Piste
In der Ferne sehen wir sogar den Háifoss.
Landschaft
Landschaft mit Hekla
Und immer wieder werden uns fabelhafte Blicke zum mit Schnee bedeckten Gipfel der
Hekla gewährt.

Landschaft
Hier stehen wir und können uns nicht sattsehen an der Landschaft.

Vulkane, wie die Hekla haben viel verschüttet und Unheil gebracht aber auch solche wunderschönen
Landschaften gezaubert.
Rhyolitberge
Schild
Pjórsárdalslaug

Das Bad wurde einst für die Arbeiter und Angestellten des Wasserkraftwerks Búrfellsstöđ errichtet. Doch auch andere Besucher fanden Gefallen daran, sich in dieser Einöde im heißen Wasser zu erholen.
Foto




Das Bad ist laut Schild geschlossen, der Aschenbecher am Zaun funkelnagelneu. Das Tor ist allerdings offen.
Am Pool wurde ewig nichts gemacht. Überall blättert die Farbe ab. Die sanitären Einrichtungen sind rausgerissen.
Die Holzhäuschen nur noch eine leere Hülle.


Trotzdem ein wundervoller Ort der Ruhe oder "a very nice place", wie ein Isländer später zu uns sagt.
Schwimmnbad
Pool Pjórsárdalslaug
Das Wasser ist klar und warm, nicht zu heiß. Da lässt es sich mein T.-Bär nicht nehmen, ein paar Runden zu schwimmen und zu relaxen.

Eine gute geschlagene Stunde sind wir ganz alleine hier, dann treffen doch noch ein paar Menschen ein.

Zeit, meinem Nackedei das Handtuch zu reichen.

Zeit auch langsam die Querverbindung nach Stöng zu suchen. Der erste Versuch schlägt fehl. Die Piste wird schon bald unbefahrbar.
Lapilli-Wüste
Der nächste Abzweig ist es dann. Die Sandpiste bringt uns durch eine Wüste vulkanischer Ablagerungen direkt zum Ziel. Eine Furt müssen wir queren.

Langweilig ist die Fahrt keinesfalls.
Spärliche Vegetation und
Fernblicke bis hin zur Schlucht des Háifoss sorgen für schöne Augenblicke.
Landschaft der umliegenden Berge
Bald schon können wir die roten Schutzdächer der Ausgrabungsstätte erkennen.
Stöngg in Sicht

Landschaft bei Stöng
Wir erreichen  Stöng.
Da wir von oben kommen müssen wir noch den Fluss furten, um unser Auto und mich auf dem Parkplatz abzustellen, bevor T. seine Wanderung zur Gjáin -Schlucht antreten kann.

Geschätzt ca. 20 Höfe wurden beim großen explosiven Ausbruch der Hekla im Jahr 1104 unter Schichten von Tephra, vulkanischer Asche und Gestein begraben. Einer dieser Höfe ist Stöng, welcher 1935 ausgegraben wurde. Die Ruine befindet sich unter dem roten Schutzdach. Wir hoffen, das wir später noch innerhalb der Öffnungszeiten Ţjóđveldisbćrinn, eine Rekonstruktion des Hofes erreichen.
Foto Ausgrabung
Landschaft bei Stöng am Fluss Rauđá.
Landschaft bei Stöng
Landschaft bei Stöng - Fluss Rauđá
Wandereinstieg
Mein Schatz macht sich also auf den Weg zur Schlucht Gjáin.

Am Wandereinstieg läuft er erstmal vorbei. Eine Steilwand schneidet ihm rechtzeitig den Weg ab.

Der Wanderweg ist auch nicht leicht zu erkennen, so versteckt zwischen Bäumen und Gestrüpp.
Wanderbeschreibung Stöng - Gjáin:

Vom Parkplatz aus führt eine Fußgängerbrücke über die Rauđá. Dem Fluss folgt man rechts nur wenige 100 m. Der Weg ist orange markiert. Ab dem Schild verläuft der Wanderweg durch ein Birkenwäldchen, danach oberhalb des Flusses entlang, vorbei an hübschen Kaskaden bis zu einem See wo der Gjárfoss zwischen reizvollen Basalformationen von einer Felswand fällt. Nach diesem 30 minütigen Sparziergang kann man die Schlucht noch auf einem gelb markierten Rundweg erkunden, wenn man ein wenig kletter- und sprungfreudig ist.
Wanderweg/Landschaft
Wanderweg/Landschaft
Fast am Ziel
Blick in die Schlucht
Schlucht
Schlucht Landschaft
Schluchtlandschaft
Gjárfoss Wasserfall

WasserfallGjárfoss

Jetzt ein Plätzchen zum Sitzen suchen, einfach nur schauen und den Geräuschen des Wassers lauschen.
Kaskaden
Gjáin Schlucht
Für wahr ein Märchen-Wunderland voller Elfen und Trolle, Basaltsäulen und vulkanischen Tuffstein.
Blick in die Schlucht
Basaltformationen
Blick auf die Rauđá
Fruchtbarer vulkanischer Boden lässt die Vegetation nur so sprießen hier an der Rauđá. Eine Oase inmitten der wüstenähnlichen Landschaft des Ţjórsádalur. Es war so schön sagt mein T.-Bär.

Mittlerweile ist es völlig windstill. Ich habe mich ins Auto verkrochen. Tausende von schwarzen Fliegen oder Mücken haben zielstrebig ihren Angriff auf Augen, Nase, Mund und Ohren aufgenommen.
Wir setzen uns ins Auto und nehmen Reißaus. Fort vom Wasser.

Hier am Ende der 327 führt der Weg ja noch weiter zu einem weiteren Zugang in die Gjáin Schlucht.
Auf der staubigen huckeligen Piste lassen wir nicht nur die schwarze lästige Armada hinter uns, sondern gelangen auch zum Abzweig, der uns zu dem Parkplatz oberhalb der Schlucht bringt.

Der Blick hinunter in die Schlucht ist großartig und viel versprechend. Da müssen wir unbedingt noch mal runter. Aber nicht mehr heute. Es ist schon spät. Madame bräuchte hierfür viel Zeit und Hilfestellung eines starken Armes.

Ein Treppenpfad führt steil hinunter.
Schlucht vom oben gesehen
Einer der vielen  Wasserfälle
Blick in die Schlucht
Wir verlassen nun diese herrliche Gegend, mit dem Wissen, dass wir bei unserer nächsten Islandreise wiederkommen werden. Denn die Erinnerung an diesen magischen Ort hat sich bereits in unsere Seele eingebrannt.

Auf der Weiterfahrt in gleicher Fahrtrichtung überlegen wir, ob wir dem Háifoss noch einen Besuch abstatten. T. will das nur, wenn er die Piste oberhalb des Wasserfalls weiterfahren darf. Ich dagegen finde es zu spät für solch ein Unterfangen. Die Piste hinüber zum Gullfoss hat vier Furten lt. Karte, und wir haben kaum Informationen über den Track. Bei der Weggabelung einigen wir uns, den ursprünglich geplanten Rückweg einzuschlagen mit Abstecher Pjóđveldisbćr.

Allgegenwärtig der Vulkan Hekla.
Hekla Vulkan
wir erreichen bald wieder die Straße 32 und die Flusslandschaft.
Hekla Vulkan
Landschaft an der 32
Ţjóđveldisbćrinn

Die Farm ist eine detailgetreue Rekonstruktion des Hofes Stöng. Bei der Errichtung wurde nicht nur Form und Größe des Hauses übernommen, auch das Aussehen von Bänken, Türen, Fußboden und Außenwänden wurden entsprechend der Ausgrabungen nachgebildet. Der Museumshof soll ein möglichst genaues Bild der Wohnweise aus dem Siedlungszeitalters vermitteln. Wobei man sich auch an alten isländischen Schriften orientiert hat.
Museumshof
Das wir den Eintrittspreis sparen, tröstet nur wenig darüber hinweg, das wir mal wieder weit nach den Öffnungszeiten eintrudeln. So bleibt uns ein Blick in die Räume leider leider verborgen.
Auch die kleine Kapelle ist eine originalgetreue Nachbildung der Kirche, deren Grundmauern in Stöng ausgegraben wurden.
Museumshof Pjóđveldisbćr
Landschaft mit Kapelle
Museumshof

Leider hat der Kiosk bei Arnes schon geschlossen, so dass unser Magen leer bleibt. Das Auto erhält aber eine Autowäsche und ich noch einen schönen letzten Blick auf die Hekla.
Landschaft bei Arnes
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