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Dagys Reisebilder



Island

Nord und Süd
Juni / Juli 2017


Brúarárskörð
F333 - F338
Hagavatn


Brúarárskörð - F333 - F338 - Hagavatn



 
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SymbolGanz im Zeichen des isländischen Hochlandes stehen die restlichen Tage unseres Urlaubes.

Aus einer Hochlandtour wurden zwei. Dazwischen Fensterwetter, also ein Wetter bei dem man keinen Hund vor die Tür jagen mag. Wieso nun bei der einen Tour letztendlich eine zweite heraussprang wird vielleicht während meines Berichtes verständlich.

Die Erinnerung an die unvergesslich Fahrt von Westen her über die F338 und F337 im Jahr 2013 hat uns nicht losgelassen. Was so eindrucksvoll war, muss wiederholt werden. Das Wetter dafür ist fantastisch. Und wir können uns viel mehr Zeit lassen.


Brúarárskörð ist unser erstes Ziel. Von Úthlíð aus erreichen wir auf einem Jeep-Track diese schöne Schlucht. Da es sich um einen Privatweg handelt, sollte man an der Rezeption vorher um Erlaubnis bitten, ihn zu fahren.

Die Dame dort freut sich. Sie erzählt, das ihr Vater die Piste eigenhändig gezogen hat.
Bei dem Gespräch ergibt sich auch gleich die Gelegenheit nach der Befahrbarkeit der namenlosen Piste östlich des Högnhöfði zu fragen. Sie rät uns davon ab. Die Piste soll voller Tücken sein und nach dem vielen Regen in der letzten Zeit unberechenbar.

Wir bequatschen noch ein wenig, mit der Nase über der Karte, unsere alternative Route. Mit ein wenig Pistenabenteuer kann man von der F338 aus zum Hagavatn zu fahren. Wir verabschieden uns von der freundlichen Frau und machen uns auf den Weg.

Úthlíð ist übrigens eine schöne Ecke mit tollen Wandermöglichkeiten.

Hinter der Farm der Familie beginnt der Wanderweg bzw. die Jeep-Piste, die uns durch das mit Büschen und Moosen bewachsene Lavafeld Úthlíðarhraun direkt zu der Schlucht bringt. Rechter Hand sehen wir mitten im Lavafeld die Berge Miðfell und Bjarnarfell. Vor uns Rauðafell und Högnhöfði.
Auf dem Weg  zur Schlucht
Auf dem Weg zu Schlucht
Auf dem Weg zur Schlucht
Brúarárskörð
Am Anfag bzw. Ende der Schluchtr

Durch diese beeindruckende Schlucht zwischen der Bergen Rauðafell und Högnhöfði fließt der Fluss Brúará, der nordöstlich hinter den Bergen im Rótasandur seinen Ursprung hat. Die Wanderung entlang der Schlucht oder gar auf den Högnhöfði muss atemberaubend schön sein.

Mein lieber T.-Bär muss aber bald passen, als der Weg über eine extrem steile Geröllhalde geht. Loses Geröll unter den Füßen und daneben senkrecht in die Tiefe blickend, das ist nicht sein Ding.
Auf jeden Fall werden wir morgen oder übermorgen auf der anderen Seite der Schlucht stehen, auf der Suche nach der Quelle der Brúará.

Landschaft an der Brúará



Doch heute sind wir hier und es wird so weit gelaufen, wie es möglich ist. Ich folge meinem Mann mit Blicken den Berg hinauf und genieße die Landschaf hier unten. Was nicht schwerfällt bei diesem traumhaften Wetter.
Am Beginn des Aufsteigs
Ab hier geht es nun den Berg hinauf auf erkennbaren aber handtuchschmalen Pfaden.
Wanderrung
Wanderweg
Wanderung
Mein T-Bär ist wirklich nicht schwindelfrei und bei der nächsten Nase dort hinten kehrt er um. Bei der Höhenangst bleibt kein Gedanke mehr an des Wasserfall dort hinten.
Oberhalb der Schlucht
Blick ins Tal
Blick zurück ins Tal.
Lavablase
Während der Rückfahrt durch das Lavafeld beschäftigen wir uns noch ein wenig mit aufgeborstenen Lavablasen
und der Vegetation.
Pflanzen im Lavafeld
Vegetation im Lavafeld
Landschaft mit KircheZurück bei der Farm bekommen wir noch einen schönen Blick auf die Kirche.
Landschaft mit Kirche



Gleich hinter dem Geysir-Gebiet Haukadalur biegen wir ab, um zur F333 zu gelangen.

An einem kleinen wildromantischen Kirchlein mitten im Waldgebiet halten wir natürlich an. Auf dem Kirchhof soll der Sage nach der Riese Bergþór begraben liegen. Der freundliche Troll, der in einer Höhle im Berg Bláfell lebte, war mit dem hiesigen Bauern befreundet. Ein Stein auf einem langgestreckten Grashügel beim Fluss markiert die Ruhestätte.
Kirche Haukadalur Kirche Haukadalur

Weiter geht es auf die F333.
Sie führt noch ein Stück durch Waldgebiet, um dann in die Haukadalsheiði und weiten Flächen mit Lupinen überzugehen, die auch dem Berghang des Sandfell einen violetten Anstrich verpassen. Lupinen, die der Sand-Erosion entgegenwirken sollen.

Krasser kann der Unterschied kaum sein.
F333 bei Haukadalur Wald bei Haukadalur
F333 - Blickrichtung Jarlhettur
Foto
Wieder mal im Blickfeld die Silhouette des
15 km langen Bergrückens Jarlhettur, diese braungraue Kette von 20 Berggipfeln, die aus der Ferne immer düster wirkt. Eine Berglandschaft ohne jegliche Vegetation, die auf der Westseite mit dem Langjökull-Gletscher verbunden ist. Vorgelagert ist der See Hagavatn. Und genau dort wollen wir hin, wenn unsere Fahrkünste auf der namenlosen Piste es erlauben. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

Die Strommasten an der F338 können wir schon erkennen.
F333 - Sandwüste mit Lupinenfeldern

F338
- oder auch Stromtrassen-Piste
Je höher wir kommen, um so schöner wird die Landschaft und die Fernblicke. Man muss halt hin und wieder aussteigen und die Strommasten ignorieren. Dann kann man die Landschaft auch in vollen Zügen genießen. Diese Erfahrung haben wir bereits 2013 gemacht.

Hier geht der Blick gar bis zum Bláfell, an dem wir vor einigen Tagen noch vorbeifuhren auf der 35.
Die Faszination Hochland hat uns sofort wieder in den Klauen.
Blick auf den Vulkan Bláfell
Auch wenn wir nur wenigen Minuten verweilen, wie hier mit der Sicht auf den Langjökull. Es sind immer wieder meditative Momente.
F338 - Blick zum Langjökull
Landschaft an der F338
Nach der nächsten kleinen Hügelkette biegen wir rechts auf die
namenlose Piste zum Hagavatn.

Der Weg windet sich unterhalb der Berge Fagradalsfjall und Brekknafjöll, die auf dieser Seite recht steil sind und Trolle veranlasst Steine auf den Weg zu schmeißen, was das Fahren auf der nur 6,6 km langen Strecke an den Stellen, wo die Steinbrocken vom Berg kullern, mühsam macht. Sand, Stein und Schotter wechseln sich ab.

Einige tiefe Senken sind zu überwinden und wir überlegen, ob wir überhaupt weiterfahren wollen.
Eigentlich sollte ein Landcruiser mit Hilfe von Differentialsperre, Untersetzung und seinem vernünftigen Böschungswinkeln das aber schaffen.

Ich bin zu neugierig, die Landschaft zu verheißungsvoll. Also überlasse ich die Entscheidung ohne Wenn und Aber dem Fahrer, für den so ein Unterfangen auch das erste Mal ist. Also runter in den Graben und auf der anderen Seite wieder raus. Das Ganze wiederholt sich noch zwei drei mal.
Wir bleiben auch brav auf der Piste, auch wenn andere hässliche Spuren im Sander unterhalb des Weges hinterlassen haben, um die Kuhlen zu umfahren. Diese Reifenspuren hören aber auf als sich der Untergrund in sumpfiges spärlich bewachsenes Wiesenland ändert.

Unterwegs haben wir immer mal wieder den Langjökull vor Augen und Staubwolken die über das Tal peitschen.
Langjökull
Berg an der Piste
Immer wieder, nach jeder Kurve und nach jeder Bergnase, überraschen neue Ausblicke.
Berge an der Route
Blick auf den Gletscher
Landschaft
Rückblick
Rückblick









Tja, und es schaut so aus, als müssten wir unser Fahrt über die F337 heute abend wegen Standsturm aus unserer Planung streichen.
Rückblich bis zur F338
Landschaft
Erst mal geht es jedenfalls weiter.
In der Ferne der Gletscher
Landschaft
Berg-Landschaft
Landschaft
Weit kann es nicht mehr sein.
In der Ferne sehen wir schon die Jarlhettur und den Gipfel des Trollhetta.

Je näher wir dem Hagavatn kommen, um so mehr fühlt es sich an, als hätte man uns auf dem Mond abgesetzt.
Landschaft in braun
Oberhalb des Hagavatn
Nun liegt der  Hagavatn vor uns.

Der See wird durch das Gletscherwasser des Estry-Hagafellsjökull, einem Ausläufer des Langjökull, gespeist.
Einst reichte die Eiskante bis an den See.
Gletschersee Hagavatn
Wir könnten jetzt noch weiterfahren bis vorne auf die Landzunge. Aber wollen wir das?
Denn eine Verbindung bis zum Ablauf und dem Wasserfall gibt es nicht. Außer zu Fuß übers Gelände.

Bis zum Ende der Piste, das mögen wir dem Auto und uns nicht mehr zumuten. Das Stück, das wir dann weiter gefahren sind, hat sich allerdings richtig gelohnt. Der Blick ist grandios.
Am Hagavatn
Am Hagavatn
Am Hagavatn
Blick auf zwei Gipfel des Jarlhettur
Von einer kleinen Anhöhe aus, zwischen zwei Felsklötzen, dürfen wir auch in das Tal hinabschauen, wo wir vor einigen Tagen gescheitert sind. Auch heute steht dort unten ein Auto unterhalb des Einifell vor den Bächen. Es ist immerhin etwas weiter gekommen als wir.

Unser Blick folgt der F335 über die Hütte hinaus bis weit ins Land und dem Fluss Far, dessen Wasserfall uns leider verborgen blieb.
Landschaft
Ein letzter Blick noch auf den Trollhetta , der jetzt von der Sonne bestrahlt Farbe angenommen hat.
Blick zum Berg Tröllhetta
Im Lavafeld
Zurück auf der F338 steigen wir auf einen Buckel im Lavafeld, in der Hoffnung einen Blick auf den Sandsturm zu ergattern, allerdings ohne Erfolg.
erkaltete Lava erkaltete Lava

Wir fahren deshalb noch ein Stück die F338 weiter hoch. Wie vermutet fegt der Wind den Sand über die Piste. Dieser blöde Wind kommt exakt aus der Richtung in die wir wollen, nämlich über die F337 zum Rótasandur die Brúará-Quelle suchen.

Sandsturm genug, um die Piste zu verwehen. Das Risiko unser Auto und uns sandzustrahlen gehen wir lieber nicht ein. Davon abgesehen, würden wir den Weg durch die Sandwüste wohl kaum erkennen.
Ich bin so fasziniert davon, dass ein Sandsturm direkt vor uns vorüberfegt, das ich vergesse ein Foto zu machen.  Aber was will man auch drauf sehen,  außer einer Piste die im Nichts verschwindet.

Viele Wege führen nach Rom bzw. zum Ferienhaus. Auch der Weg zurück.

F338 Richtung Osten
F338 Blickrichtung Jarlhettur
Berg Sandfell
Nun stehen wir wieder am Ausgangspunkt.

Über die F333 oder die 35 zurück, das ist hier die Frage.
Über die 35, so entscheidet der Fahrer.

Mit diesen stimmungsvollen Bildern beenden wir unseren heutigen Ausflug.
Landschaft
Fluss Landschaft
Furt auf der F338

Meine Güte, war das wieder schön heute.

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