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Noch ein paar Worte zu Ligurien

 

Manche mögen denken, Ligurien hat doch mehr zu bieten, als die paar Orte.

Hätte ich in 2003 gewusst, dass ich 7 Jahre später eine Reisebilder-Homepage bastele, dann hätte ich die Negative behalten. Leider habe die Fotos meiner ersten Ligurien-Reise nur in Papierform.

 

Eine Reise ins Jahr 2003

Damals haben wir auch ein Haus in der Nähe von Dolcedo gemietet und von dort aus unsere Ausflüge gestartet. Selbstverständlich waren wir auch in diesem Urlaub in Imperia. Diese Stadt am Meer, mit dem alten Stadtteil Porto Maurizio ist für uns die schönste Stadt an diesem Küstenabschnitt.

In San Lorenzo de Mare haben wir einen Tag am Strand verbracht und einen Sparziergang unternommen, soweit bis uns eine Treppe wieder zur Hauptstraße führte.  Krönender Abschluss dieses Tages war dann ein Cocktail in der Strandbar. Krönende Abschlüsse hatten wir aber auch jeden Abend in dem Ferienhaus - auf die Dachterrasse geklettert, den Blick in die Ferne richten bis hin zum Meer und dabei einen leichten Drink genießend.

Gefallen hat uns auch Valloria. In diesem kleinen verwinkelten Bergdorf sind fast alle Türen von Künstlern bemalt. Man hat von hier einen atemberaubenden Blick über Berge und Täler.

Einer der Tagesausflüge führte uns nach San Remo. Auch hier wählten wir eine Route durchs Hinterland.  Bei Bajardo ging es bergab zur Küste und San Remo. Auch in Bajardo lohnt es sich, ein wenig zu verweilen. In San Remo haben wir am Hafen viel Zeit mit der Parkplatzsuche verbracht. In der Altstadt haben wir es uns wieder auf einer Plaza gut gehen lassen.

*

 

 

 

 

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Letzte Anmerkung

 

 

 

 

Die  Strecke vom Bajardo-Ausflug hat uns so gut gefallen, dass wir hier noch mal langfahren wollten, nur eben halt weiter, hoch in Seealpenregion. Und es hat sich wahrlich gelohnt.

In Taggia beginnen wir mit unserem Trip. Es hat eine Stadtmauer, ein römisch mittelalterliches Stadtbild, ein imposantes Kloster mit gotischem Kreuzgang. Die Bauten in den gepflasterten Straßen mit ihren Bögen und Steinportalen gruppieren sich um ein Schloss herum, dessen zwei Türme erhalten geblieben sind. Wir fahren weiter durchs Valle Argentina entlang dem Flüsschen gleichen Namens. Wir halten kurz bei Badalucco, sehen einen Mühlstein vor der fotogenen Kulisse eines hübschen Örtchens.

Für das nächste Etappenziel müssen wir einen Abstecher machen. Wir fahren durch eine atemberaubende Landschaft. Allein dafür hat sich meine Beharrlichkeit gelohnt. Sogar meine Ängste vor den schmalen Straßen mit den vielen Kehren waren wie weggeblasen. Das schafft nur ein Landschaftsbild, das mich bezaubert. Am Ende erreichen wir Carpasio.

Wir kehren um zur Hauptroute und  fahren diese bis Triora. Dieser mittelalterliche Ort gilt als einer der schönsten Orte Italiens. Hier fanden im Mittelalter Hexenverbrennungen statt. Wegen diesem Wissen, kann ich das Hübsche an dem Ort nicht erkennen. Meine Fantasie weht eher verbrannten Fleischgeruch in die Nase. Das müssen damals auch die Menschen gerochen haben, nachdem sie die Angstschreie ertragen oder genossen haben. Vor allem auch die verantwortlichen Geistlichen. Es gibt halt Dinge, die gehen nicht in meinen Kopf. Wie auch viele andere. Also ich kann diesen Platz nicht schön finden, auch wenn er heute kunstvoll gepflastert ist. Damals muss er dreckig und schaurig ausgesehen haben. Der Ausblick dagegen ist grandios. Man sieht auf eine insgesamt 2000m  hohe Felswand, die das Dorf gegen  kalte Nordwinde schützt, in der Ferne hohe Berge in Frankreich oder Piemont und über Täler.  

Das höchstgelegene Ziel und auch Ende der Straße ist Realdo, ein typisches Bergdorf, das sich an eine Kalksteinwand klammert. Verdeggia birgt zusammen mit Realdo die Erinnerungen einer vergangenen Kultur. Die Architektur der antiken Gebäude der beiden Dörfer ist typisch alpin: Steinhäuser mit langen Außenbalkons aus Holz.

Wie immer, nehmen wir eine andere Route zurück. Bei Molina biegen wir rechts ab. Es geht über  Pigna. Unser nächster Halt ist Dolceacqua. Das Dorf wird überragt von einem Castello. Eine Sehenswürdigkeit ist die Brücke Ponte Vecchio, die den Fluss Nervia in einem einzigen Bogen überspannt. Auch in diesen mittelalterlichen Gassen kann man die Vergangenheit riechen

Zwischen Ventimiglia und San Remo erreichen wir die Küste und treffen auf die Via Romana, auf der wir nach Bordighera gelangen. Es gibt viel zu lesen über Bordighera, also halte ich mich zurück. Wir sind müde und treiben uns nur noch ein bissel am Strand herum.  Wir sehen noch ein paar imposante Villen mit imposanten Gärten vom Auto aus.

Auf der Via Romana fahren wir dem Endes dieses Trips entgegen. Zu dieser Zeit ist alles auf Rädern, was sonst nur zwei Beine hat. Deshalb geht's dann ab San Remo auf die Autostrada.

- Tauschen Zeit gegen Maut - 

 

An unserem letzten Urlaubstag besuchen wir Cervo. Cervo thront auf einem Hügel. Den vorgelagerten Strand  kann man durch Unterführungen erreichen, die eine Bahnstrecke und die  Küstenstraße Via Aurelia untertunneln. Wir machen es anders herum. Wir sind erst am Strand und laufen durch den Tunnel nach Cervo hinauf. Am Ortseingang ist ein Parkplatz wo ich auf unser Auto und natürlich meinen Freund warte. Kein Fehler!  Die mittelalterliche Altstadt ist auf Grund der starken Steigung fast durchgängig Fußgängerzone. Auf der weniger geschützten Seite am Berg wird die Stadt durch eine alte Burganlage geschützt, die wohl auch besichtigt werden kann. 

Ich finde Cervo sehr sehr schön. Es ist wohl voll saniert. In den winkeligen hübschen Gassen weht mir kein mittelalterlicher Hauch in die Nase. Überall kann man in angenehmer Atmosphäre sitzen und die Seele baumeln lassen. Cervo erinnert mich an ein altes Haus aus Naturbausteinen, dass ein moderner Architekt aufgemotzt hat. Ich mag so etwas.

Den Tag lassen wir ausklingen in Albengo, einem Badeort. Wir sitzen in einem Strandrestaurante, die Kellner noch lustlos, bis auf einen eleganten älteren Herrn, den man sich gut im Italien der Nachkriegszeit  vorstellen kann. Wir haben Glück und werden von ihm bedient. Es ist noch keine Saison. Die leeren blauen Sonnenliegen konkurrieren mit dem Blau des Himmels, der allerdings anfängt sich ganz langsam ins Rötliche zu verfärben.  

  

Hier geht es zu unserem nächsten  Urlaub

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