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Dagys Reisebilder

I s l a n d


Island
Juni 2011
5. Tag
Süd-Island

Skaftafell
Nationalpark

bis

Hella


5. Tag

Skaftafell-Nationalpark - Kirkjubæjarklaustur - Vík í Mýrdal
Fjaðrárgljúfur - Skógavoss - Seljalandsvoss

Karten/Routen


Ost-Island

Island Startseite
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1. Tag
Seyðisfjördur
bis Breiddalsvik

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2. Tag
Öxipass
Berufjörður
und mehr

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3. Tag
Ein ruhiger Tag

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Süd-Island

4. Tag
Lónsvik
Lónsöræfi


Jökulsárlón
Breiðálón

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5. Tag
Skaftafell
Kirkjubæjarklaustur
Vík í Mýrdal
Fjaðrárgljúfur
Skógavoss
Seljalandsvoss

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6. Tag
Háifoss
Brúarhlöð
Gullfoss
Geysir

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7. Tag
Landmannalaugar

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8. Tag
Go to West
Þingvellir
Hraunfossar
Barnafoss

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West-Island

9. Tag
Snæfellsnes

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10. Tag
Reykjavik

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11. Tag
Weiter nach Norden
Grábrók-Krater
Borgarvirki
Víðimýri
Glaumbær
Akureyri

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Nord-Island

12. Tag
Regentag

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13. Tag
Goðafoss
Mývatn
Dimmuborgir
Námafjall
Dettifoss
Húsavik

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14. Tag
Reykjahlíð
Maar Viti
zurück nach
Seyðisfjörður

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15. Tag
Abreise
Impressionen

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Infos
Links

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Hotel Gerdi
Wolkenverhangen präsentiert sich der Himmel bei unserer Abfahrt und verwehrt uns den Blick auf den Vatnajökull. Auch so manch andere Gipfel werden sich am heutigen Reisetag unseren Blicken entziehen.

Hotel Gerdi

Wir nehmen Kurs auf zum Skaftafell-Nationalpark, noch einmal vorbei am Jökulsárlón, dessen gestaute Eisberge durch Eintreten der Ebbe zwischenzeitlich ihren Weg in den Atlantik gefunden haben. Durch die Brandung an den Strand zurückgeworfene Eisberge sehen wir leider nicht. Sonst hätten wir noch einmal gehalten.

Alaskalupinen, so weit das Auge reicht. Ganze Felder werden bewusst angelegt, um den Sand zu halten.
Alaskalupinen
Alaskalupinen

Der Skaftafell-Nationalpark,

benannt nach dem erloschenen erodierten Vulkan-Berg Skaftafell, ist der größte Europas seit ein großer Teil des Vatnajökulls und die Laki-Krater dazugekommen sind. Seit der Gründung dürfen hier keine Schafe weiden, so dass unter dem Einfluss eines angenehmen Klimas üppige Vegetation gedeihen kann, umrahmt von Gletschern.

Im Informationszentrum wird erst mal Kaffee getrunken und ein paar T-Shirts, u. a. mit Lundimotiv, eingekauft. Eine Wanderung zum Svartivoss, ist ein für uns ein Muss. Für mehr reicht auch nicht die Zeit.

Ich bin nicht die Schnellste zu Fuß und so werden wir hier von so manchem Reisebus überholt. Recht fix sind die Insassen. Eine muntere Japanerin kommt den Pfad heruntergesprungen und begrüßt mich mit einem fröhlichen "Hei". Hei, hei, hei geht das jetzt eine Zeitlang, bis alle Japaner vorbei sind.
Bei den deutschen Gruppen wundert es mich immer wieder, über was sich die Leute miteinander unterhalten, so mitten in der Natur.

Auf dem Weg zum Svartivoss (schwarzer Wasserfall) kommen wir an drei weiten Wasserfällen vorbei, Magnúsarfoss, Hundafoss und Þjóðafoss. Vorweg möchte ich sagen, dass wir nicht den ganzen Weg laufen, also nie am Fuße ankommen. Die Zeit läuft davon. Einen Blick auf den von Basaltsäulen umrahmten Foss erhalten wir dennoch. Es soll sich noch herausstellen, das die Entscheidung zur Umkehr nicht die verkehrteste ist.
Auf dem Weg zum Svartivoss
Auf dem Weg zum Svartivoss
SkeiðarársandurSvartivoss

Skeiðarársandur

Svartivoss

Svartivoss

Die Wolken hängen tief und es fängt an zu pladdern. Nun gilt es eine kilometerlange Schwemmsandebene, den Skeiðarársandur, zu durchqueren.

SkeiðarársandurDiese riesige Sanderfläche entstand durch Ansammlung von Sedimenten mehrerer Gletscherflüsse. Aber auch vulkanische Aktivitäten tragen zur Entstehung des Sander bei, durch Gletscherläufe und Ascheab-lagerungen. 1996 gab es hier z.B. einen verheerenden Gletscherlauf, der die Brücke, auf der wir fahren, zerstörte und die Sanderfläche von 500m auf 2000m verbreiterte.

Am Ende der riesigen Sanderfläche erfreut der Berg Lómagnúpur den Reisenden mit seiner interessanten Form. Unseren Blick beglückt er jedoch mit einem dichten Nebelring.
Lómagnúpur
Berg Lómagnúpur
Nächster Stopp an einer Schlucht mit Wasserfall. Während T. zur Schlucht läuft, fotografiere ich Pflanzen und Steine in der 4 Wochen alten Asche des jüngsten Grimsvötn Ausbruchs.
Landschaft an der Ringstraße
Wasserfall Stein
Moose und Flechten
Pflanze im AschestaubPflanze
moosbewachsene Buckellava
moosbewachsenes Lavafeld
Wir folgen nun wieder der Ringstraße, sehen saftige Wiesen, vereinzelte Höfe, friedlich weidende Schafe und Pferde. Im Hintergrund ragen Berge in die Höhe und die gewaltigen Gletscher, die nun im Dunst versunken hinter uns liegen.

Nicht nur die Minidörfer sondern auch die einzelnen Höfe haben in Island ihren eigenen Ortsnamen und ein entsprechendes Straßenschild. Am Straßenrand und in kleinen Tümpeln und Senken der Aschestaub, den der Grímsvötn bis nach Kirkjubæjarklaustur gespeit hat.
Landachaft bei Kirkjubæjarklaustur

Der kleine, 200 Einwohner zählende Ort Kirkjubæjarklaustur empfängt uns mit freundlicherem Wetter.

1186 bis 1550 gab es in Klaustur ein bekanntes Nonnenkloster, auf das sich auch die Namen des Wasserfalls Systrafoss und des auf einer Hochfläche gelegenen Sees Systravatn (isländisch für „See der Schwestern“) beziehen. Sagen erzählen von im See verborgenen Goldschätzen und ihren Gefahren. Kirkjubæjarklaustur wird umgangssprachlich oft "Klaustur" genannt, was soviel heißt wie Kloster.

Aus Zeitgründen verzichten wir auf einen Einkauf im örtlichen Supermarkt und einer Wanderung zum Systrafoss. Aber es gibt eine N1-Tankstelle, die wie so viele in Island alles bietet was das Herz begehrt. Kaffee und Kuchen, Hot Dogs und heiße Suppe, die entsprechenden Tische und Stühle für den Verzehr. Außerdem beherbergt sie einen Mini-Supermarkt und nicht zuletzt Wasserschlauchbürsten für die kostenlose Autowäsche. Später werden wir hier unser verspätetes Lunch einnehmen.

Vorher biegen wir aber noch auf die 203 und sehen uns den Stjornarfoss und Kirkjugólf an.
Stjornarfoss
Stjornarfoss

Kirkjugólf Ein netter Spaziergang durch sattes Grün auf wassergetränktem Pfad führt uns zum Kirkjugólf (Kirchenfußboden). Die aus dem Boden ragenden sechseckigen Basaltsäulen sehen tatsächlich so aus wie Pflastersteine.
Kirkjugólf

LandschaftIm N1-Laden. mit Blick ins Grüne, wird jetzt erst mal zünftig gegessen. Die heiße Suppe und das Sandwich tun jetzt richtig gut. Unser ursprünglicher Plan, am schwarzen Strand von Vik zu picknicken, fällt ja buchstäblich ins Wasser.

FjaðrárgljúfurDie drohende Schlechtwetter-Front hält uns aber nicht ab von einem Schlenker auf die 206 zur fünf km entfernten Fjaðrá-Schlucht "Fjaðrárgljúfur" Der kleine Fluss Fjaðrá hat hier einen sehr tiefen und verwinkelten Canyon gegraben.

Siehe auch Island 2013, da hatten wir nach unserer Laki-Tour dort noch Zeit für einen wunderschönen Abendsparziergang.

Und wieder eine Sanderebene, der Mýrdalssandur, dessen Sandfläche durch die zahlreichen Gletscherläufe des Mýrdalsjökull entstand. Die Geröllhaufen und Lavaformationen kommen zum Vorschein, wenn feineres Material verweht wird. Z. Zt. lese ich gerade ein Buch, in dem die Heldinnen hier durch einen Sandsturm fahren.
Mýrdalssandur

RastplatzDiese Schilder an einem Rastplatz versprechen einen Blick auf die Katla. Wir sehen wenig, denn der Himmel ist immer noch dunstig und wolkenverhangen. Im Laufe der heutigen Tagesetappe soll sich das Wetter auch noch verschlechtern. Die Katla liegt unter einer dicken Eisschicht des Myrdalsjökull. Immerhin können wir hier einige Informationen saugen. Es ist schon schade, dass wir heute so wenig Sicht auf die Gletscher haben.
Rastplatz

Kurz vor Vík í Mýrdal (die Reynisdrangar und Kap Dyrhólaey sind schon in Sicht), schweifen wir auf der 214 Richtung Þakgil noch einmal ins Landesinnere. Das Ziel werden wir aber nicht erreichen, z T. hat keinen Bock mehr auf die holprige Piste namens Kerlingardalsvegur, die sich Kehre um Kehre windet und an dessen Verlauf ich fantastische Ausblicke in tiefe, von Bergen eingeschlossene, Täler erahne. Mir zuliebe hat sich die Piste noch ein wenig gewunden bis zur nächsten Wendemöglichkeit. Der Blick auf das Delta der Kerlingardalsa während unserer Rückfahrt entschädigt mich ein wenig, nur schade, dass es so dunstig ist.
Aber gut so:
Denn 2015 durften wir dafür einen ganzen wunderschönen Tag dort erleben.
214214

Vík í Mýrdal,

Kircheein kleines Nest mit einer netten Kirche, hat sich einen schönen, aber nicht den freundlichsten Standort ausgesucht, dem Land und Meer schutzlos ausgeliefert. Am Fuße des Mýrdalsjökull, unter dessen Eis die Vulkanin Katla (auch Hexe genannt) schläft, ständig umtost von der oft peitschenden Brandung des Atlantiks und niemals windstill, wäre die kleine Kirche auf einem Hügel Zufluchtsort für die Anwohner.
Wir steuern nun doch noch den Supermarkt an. Die letzte Gelegenheit für heute, um unsere Lebensmittel aufzustocken.

Obwohl der Ort bereits einen schönen Sandstrand aufweist, mit Zugang zu dem Berg Reynisfjall, fahren wir weiter um den Berg herum auf die 215, um an den berühmten Strand
Reynisfjara
zu gelangen.

Riesige Basaltsäulen und Rosetten, schwarzer Lavasand und auch von hier aus der Blick auf Kap Dyrhólaey und die Reynisdrangar, Felsnadeln im Meer, der Legende nach Trolle, die ein Schiff ans Land bringen wollten und bei Sonnenaufgang versteinert wurden.

Reynisfjara
ReynisfjaraReynisfjara
Wie Orgelpfeifen
ReynisfjaraBasaltsäulen

Die Reynisdrangar und Kap Dyrhólaey verschwinden langsam und stetig immer mehr im Nebel. Ein Grund, nun aufzubrechen. Wieder auf der Ringstraße angekommen, fängt es an zu nieseln.

Ein weiteres Ziel, der Weg zum Kap Dyrhólaey ist noch gesperrt, zum Schutz der zu dieser Jahreszeit brütenden Papageitaucher. 2013 hatten wir dann das Vergnügen.

Alle Berge sind jetzt unter tiefhängenden Wolken versteckt. Vom Mýrdalsjökull und dem Eyjafjallajöjull erhaschen wir nicht einen Blick. Zwischen den beiden Gletschern liegt der Ort Skogar (Wald).

Skógafoss

SkógafossAls wir beim Skógafoss ankommen, regnet es.
Am Fuß des Wasserfalls, der an der einstigen Küstenlinie über Klippen fällt, hat der Regen kaum noch Gewicht, denn wir wären so oder so nass geworden, so gewaltig donnern die Wassermassen herab.

Auch hier rankt eine Legende: Eine Schatztruhe soll in einer Höhle hinter dem Wasserfall vergraben sein, die ein Kind kurz zu fassen bekommen hat, bevor sie wieder verschwand. Der Griff der Truhe wird hier im Museum verwahrt.

Östlich des Wasserfalls führt eine Treppe zu einer Aussichtsplattform oberhalb der Wassermassen und im weiteren Verlauf den bei Wanderern bekannten und beliebten Trekkingpfad, der "Laugavegur", hinauf zum Pass Fimmvörðuháls und weiter über die Þórsmörk nach Landmannalaugar.
Skógafoss
Skógafoss

Der Seljalandsfoss

begrüßt uns mit freundlicherem Wetter, obwohl er nur ein paar Bergenasen weiter in die Überschwemmungsebene des Markarfljót stürzt. Hinter dem Fall führt ein Pfad lang, den wir uns aber ersparen, denn wir sind genug nass geworden heute. Hübsch ist es bestimmt, durch die Wasserschleier auf das Tal zu blicken.
Seljalandsfoss
SeljalandsfossSeljalandsfoss
weiterer Wasserfall weiterer Wasserfall
Wer nun glaubt, das wären alle Wasserfälle, der irrt. Geht man entlang der Felswand weiter, finden sich noch eine Reihe weiterer Fälle.

Einer davon, der Gljúfurárfoss, verbirgt sich hinter einer offenen Höhle. Auch hier müssen wir passen, denn man muss ein Stück durch einen Bach kraxeln, um seiner habhaft zu werden.
Abendstimmung beim Sejalandsfoss
Eine wunderschöne Abendstimmung, wer hätte das gedacht. Es ist 23:00, in etwa einer Stunde werden wir bei unserem Ferienhaus sein. Bevor wir losfahren besuche ich noch das Klo. Ich bin hellbegeistert, es ist winzig, picobello sauber und hat eine Heizung. Kuschelig warm ist es. Und dieses Örtchen fängt tagsüber die Touristenströme auf - unglaublich. Wir sind übrigens die Einzigen hier und wundern uns langsam über die leeren Campingplätze allerorts.

Kurz vor Hella geht es rechts ab ins Landesinnere.
Um Mitternacht erreichen wir dann die Ferienhausanlage und das Sommerhaus mit dem schönen Namen Heklulundur. Auf dem Weg hier her, hätten wir eigentlich den/die Vulkan(in) Hekla sehen sollen. Aber die Dame hat sich so gut hinter Wolken versteckt, dass ich schon dachte, wir wären auf dem falschen Weg.
In Island sind übrigens alle Vulkan weiblicher Natur.

Noch eine letzte Zigarette auf der Terrasse, bevor wir müde und übervoll von Eindrücken ins Bett fallen. Ich bin so hundemüde, dass nicht einmal Beklemmungen wegen der nahen Hekla aufkommen, wohnen wir doch inmitten einer Mondlandschaft von alter Lava, für die dieser unberechenbare Vulkan verantwortlich ist.


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