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Dagys Reisebilder

I s l a n d


Island 2013

Seite 12
Südisland


Einmal um den
Mýrdalsjökull



Seite 12

HinweisEinmal um den Mýrdalsjökull - F261 - F210 - F232




Bild 1 Ja, ja - das leidige Wetter.
Der Regenbogen vermag da wenig Trost zu spenden.

Wir planen eine komplett neue Tour und wählen eine Route, die zumindest oberhalb des Mýrdalsjökull etwas Licht im tristen Grau verspricht.
k1

Route:
250
F261
F210
F232
209

Snæfellsnes


Seite 1
Borganes
Fossatún-Grímsá

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Seite2
Langarfoss
Langaholt
Snæfellsjökull-Pass

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Seite 3
Hellisandur
und Umgebung

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Seite 4
Eysteinsdalur
Snæfellsjökull

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Seite 5
Djúpalónssandur
Dritvík

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Seite 6
Ólafsvik bis
Stykkishólmur

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Seite 7
Halbinsel
Klofningsnes

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Weiterfahrt
in den Süden Islands

Seite 8 - Teil 1
Deildartunguhver
Reykholt
Kaldidalur

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Seite 9 - Teil 2
Hochlandpiste F338
Hochlandpiste F337

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Südisland

Seite 10
Þórsmörk
Valahnúkur

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Seite 11
Hvolsvöllur
bis
Skógar

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Seite 12
Einmal um den
Mýrdalsjökull

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Seite 13
Langisjór - Breiðbakur
Eldgjá

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Seite 14
Kap Dyrhólaey
Vík í Mýrdal

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Seite 15
Laki Krater
Fjaðráglúfur

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Seite 16
F208 - F225
Ljótipollur
Rauðufossar

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Seite 17
Hjálparfoss
F228
Veiðivötn

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Seite 18
Letzter Tag
Grótta

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Infos und
Links



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Bild 2
Gleich hinter der Brücke über den Fluss Markarfljót biegen wir auf die 250, dann auf die 261, die schon bald in eine F-Piste übergeht und nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahren werden sollte.
Unser erster Halt am nur 574 m hohen Berg Þórólfsfell, von dem man den Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010 besonders gut beobachten konnte. Viele Filmaufnahmen sind hier entstanden. Nun, heute wird der Berg keine so tolle Aussicht bieten können, denn die gegenüberliegende Gebirgskette verschwindet hinter tief hängenden Wolken. Uns zieht es auch nicht hinauf, sondern zu einer Schlucht an seiner Flanke.
F261 beim Þórólfsfell
Schlucht beim Þórólfsfell
Schlucht beim Þórólfsfell 07
Schlucht beim Þórólfsfell 08 Schlucht beim Þórólfsfell 05

Man muss ein kurzes Stück durch das Wasser waten, so wie die Entenfamilie es umgekehrt tun muss.
Bild 9 Bild 10
Es geht weiter entlang des Markarfljóttales
F261-Piste
Das Glitzern erzählt uns was von Gletschern und Gletscherzungen, und ich erzähle T. von dem tollen Blick, den wir hätten, wäre da nicht der dichte Wolkenvorhang.
F261-Piste 12
F261-Piste 13
Wir blicken hinüber ins Þórsmörktal und sehen immerhin den Valahnúkur und das Camp Húsadalur.
Valahnúkur Camp Húsadalur von F261
Nun kommen wir durch ein Gebiet das Trollagjá heißt, eine Schlucht mit interessantem Basaltgestein. Die herbstlichen Farben bringen auch etwas Abwechslung in unser Blickfeld. Die schneebedeckten Vulkane rechts und links können wir nach wie vor nur erahnen.
F261 18
F261 Trollagjá
Vor uns sehen wir den Einhyrningur.
F261
F261 Piste
Der Weg führt nun steil bergan und dann wieder ebenso steil hinab. Am höchsten Punkt bekommen wir einen schönen Blick auf den Einhyrningur.
F261 Einhyrningur
Einhyrningur F261
Es glimmt ein wenig Hoffnung auf, als ein Fleckchen blauer Himmel zum Vorschein kommt.
Bild 24
Ein etwas verwitterter Wegweiser weist auf eine Schlucht hin. Diesem Wink folgen wir natürlich sofort. Einige große Steine liegen auf dem Weg, die es zu umfahren gilt.
Bild 25
Und welch Überraschung, auf dem Weg zum Canyon der erste Blick auf einen Ausläufer des Mýrdalsjökull.
Bild 28
Bild 29
Landschaft Markarfljótsgljúfur

Markarfljótsgljúfur

Diese Schlucht ist eines von vielen Natur-Highlights entlang des Wanderweges Laugavegur. Die Gesteinsvielfalt mit den bunten Farben ist beeindruckend. Der Fluss Markarfljót hat sich tief durch das Lavagestein gegraben und das farbenprächtige Gestein lässt uns kaum mehr los.
Markarfljótsgljúfur Schlucht
Markarfljótsgljúfur
Bild 34
Steil geht es hinunter ins Tal, wo wir dann noch einmal am Fuße des Canyons, bei der Brücke über den Markarfljót, einen Halt einlegen.
F261
Bild 38
Bild 40
Die F261 verläuft jetzt durch ein Lavafeld mit teils riesigen Brocken, was mich immer dann fasziniert wenn ein Auto vor uns dazwischen vollends aus dem Blick verschwindet. Wir fühlen uns übrigens heute fast alleine auf der Piste. Den Franzosen, den wir oben beim Canyon getroffen haben, haben wir eigens wegen der Brocken vorbei gelassen.
Bild 41
Bald darauf treffen wir auf Wanderer, die den Laugavegur gehen. Alle haben Ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen und kämpfen gegen den kalten Wind an. Auch ihnen wünsche ich besseres Wetter. Mehr noch als uns, können wir immerhin jederzeit zu unserem Gefährt zurückrennen.
Bild 42
Die Landschaft durch die wir fahren ist einfach grandios.
Landschaft an der F261
Über die Innri-Emstruá führt zum Glück eine Brücke. Der Fluss lädt nicht nur zum Fotostopp ein, sondern auch zum Verzehr unserer Vesperbrote.
Innri-Emstruá F261
Bild 51
innri emstruá
Innri-Emstruá

In der Ferne sieht man die Berge von Landmannalaugar
  Bild 57
So schaut die Piste hier aus. Vor uns der einzige Mensch, den wir (die Wanderer mal ausgenommen) heute auf dem Track gesehen haben.
F261 Pistenbeschaffenheit
Bild 59
Piste F261 Piste
Bild 61
Bild 63 Erst zum Ende der F 261 galt es drei Furten zu durchfahren, zwei davon waren recht harmlos. Auch die letzte, die der Bláfjallakvísl hatte heute mit ca. 45/50 cm keinen allzu hohen Wasserstand.

Dem auf dem Boden liegenden Schild werden wir nun folgen, auf die Fjallabaksleidsyðri (F210).

Fußgängerbrücke über die Kaldaklofskvísl. Unser Nissan dagegen muss erneut durchs Wasser.
Die F210 wird noch einige Wasserquerungen für uns bereit halten. Hoffentlich müssen wir nicht umkehren. Nicht ohne Grund war diese Piste in meiner ursprünglichen Planung nicht vorgesehen. Viel Wasser, viel Sand und heftige Unebenheiten. Aber hoffnungslos schön.
Kaldaklofskvísl Fußgängerbrücke
Schon bald ist die Piste übersät mit diesen Lavaplatten. Grüne Berge und Hügel säumen den Weg.
F210 Fjallabaksleidsyðri
F210 Landschaft
Was das wohl für dreieckige Gebilde sind? Das müssen wir uns mal anschauen. Sie sind beschriftet. Es sind Radar Reflektoren für ein Satellitenprojekt der ESA.
F210 Pistenbeschaffenheit
Bild 70
Die Fahrspur verläuft durch den Mælifellsandur. Der braune Aschesand ist jetzt Ende August gut festgefahren. Einige Furten durch Flüsse und Bäche sind zu meistern. Heute kein Problem. Die Nächte sind schon sehr kalt, und auch jetzt am Nachmittag beträgt die gefühlte Temperatur nicht mehr als 5 Grad. Im Sommer während der Gletscherschmelze tragen die Flüsse mit Sicherheit mehr Wasser mit sich. Aber auch heftigen Dauerregen sollte man nicht unterschätzen.

Ab jetzt erhalten wir immer wieder Panoramablicke auf den Mýrdalsjökull. Ein Landschaftsbild, geprägt von den Farben der Berge moosgrün-lavaschwarz einerseits, dem schokobraunen Sander und dem Schneeweis des Gletschers andererseits. Es ist unglaublich.
Bild 71
Bild 73
Bild 75
Der Eingangs erwähnte blaue Himmel erscheint tatsächlich an der vorhergesagten Stelle und bildet den perfekten Hintergrund für dieses herrliche Panorama.
Bild 77
F210 Myrdalsjökul

Mælifell

Plötzlich liegt er genau vor uns, der leuchtend grüne Vulkankegel. Schon eine ganz besondere Erscheinung in mitten dieser schwarzbraunen Schlackewüste, auf dessen gegenüberliegender Seite Schmelzwasser vom Mýrdalsjökull gen Norden strömt. Die Piste umrundet den Berg auf der dem Gletscher zugewandten Seite.
F210 Mælifell
Eine Furt ist zu queren, nicht tief in diesem Fall, aber steinig.
Furt F210
Bild 83
Noch einmal der Mælifell formvollendet.
Mælifell
Wir befinden uns nun in der berüchtigten Schwemmsandebene des Mælifellsandur.

BildUns war von vornherein klar, dass wir gegebenenfalls umkehren müssen. Bisher waren die Flüsse nicht sonderlich tief. Auch hier haben wir ein gutes Gefühl. Einfach nicht stehen bleiben und sich an die gelben Pfosten halten. Außerdem habe ich Abdrücke vom Pferdehufen gesehen. Was gibt mir das? Ein Gefühl von Leichtigkeit. Hoffentlich kein trügerisches.
Bild 84
f210 Schwemmsandebene
f210 Furt  Schwemmsandebene
 F210
Das Landschaftsbild ändert sich. Grüne Farbtupfer und kleine Grasnelken auf dem dunklen Lavauntergrund. Schon bald erreichen wir den Pistenkreuzpunkt, wo wir entscheiden müssen, ob wir die F210 weiterfahren oder die F232.
F 210 Landschaft
Bild 88
Wir bleiben den Ausläufern des Mýrdalsjökull treu und fahren gen Süden auf der F232 der Öldufellsleid. So vermeiden wir auch die Furt durch die Hólmsá und fahren stattdessen ein Stück weit an ihr entlang.

Es bleibt zunächst grün, schwarz und sandig. Den Gletscher zu unserer Rechten, manchmal auch vor uns.
Bild 89
Bild 90
F210 Piste
Bild 92 Bild 94
Öldufell oder Kerlingarhnúkur/Kerlingarhnúka
Öldufellsleid F232
Wow, was für ein Anblick!
Das könnte lt. Karte die Bláfjallakvísl (noch eine?), die wir in Kürze queren müssen.
Das Quellmoos der Flussebene leuchtet hier mit dem Grün der Berghänge um die Wette.
F232 Landschaft
Öldufell
Öldufell F232
Ein idyllisches Plätzchen an der F232 präsentiert hier die Bláfjallakvísl am Öldufell.
Hier vereinigt sich in zwei Zuläufen über mehrstufige Wasserfälle klares Wasser mit dem milchigen Wasser vom Gletscher.
Die Furt ist etwas steinig aber für uns problemlos zu durchfahren.

(Fluss und Furt nicht zu verwechseln mit der am Laugavegur. Hier wie dort gibt es auch einen Bláfjöll.)

Furt F232
Landschaft n der Furt F232
Rückblick
F232 Furt
Bild 106
Unglaublich, was sich unseren Blicken bietet. Die Landschaft wird immer eindrucksvoller.
F232 Landschaft mit Gletscher
Landschaf F232
Landschaf F232
Bild 112

Mýrdalsjökull - im Vordergrund die Gletscherzunge Öldufellsjökull

Der Mýrdalsjökull ist der viertgrößte Gletscher Islands und verbirgt unter seinem Plateau die 100 km² große Caldera des Vulkans Katla.
F232 Öldufellsjökull
F232
Bald schon stehen wir an der Hólmsá und dem Hólmsáfoss.
Bild 117
Hólmsáfoss
Bild 120
Bild 121
Bild 122Bild 123
Eine ummantelte Gestalt am Wegesrand.
Bild 125
Über die Leirá führt ein Brücke. Von hier sieht man einen kleinen Wasserfall.
F232 Leirá
Bild 127 Bild 128
Wir haben auf der gesamten Tour nur ein einziges Fahrzeug getroffen. Keines kam uns entgegen und wir wurden auch nicht überholt. Das ist wirklich erstaunlich.

Über die Straße 209 erreichen wir die Ringstraße.
Bild 129
Wir nähern uns nun Vík. 30 km weiter sind wir dann wieder beim Ferienhaus.
Bild 131
Eine außergewöhnlich beeindruckende Route die wir da gefahren sind. Zustande gekommen durch ein Missverständnis und das Wetter. Die F261 wollten wir sowieso in diesem Jahr fahren. Nur das Ziel wäre ein anderes gewesen.

Ich habe das Gefühl, in Island fügt sich immer alles zum Besten. Auf diese abwechslungsreiche Tour hätte ich für nichts auf der Welt verzichten wollen. Ein Erlebnis, das ganz gewiss sehr lange in Erinnerung bleibt.

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